Diese fünfte Folge widmet sich der Skalierung: Agenten sollen parallel arbeiten, ohne in die „Merge Hell“ zu geraten. Williams geht von der Prämisse aus, dass Multi-Agent-Orchestrierung letztlich auf den Ausgleich dreier voneinander abhängiger Stellschrauben hinausläuft — Kosten (bestimmt durch die Modellwahl), Durchlaufzeit (bestimmt durch die Parallelisierungsbreite) und Genauigkeit (bestimmt durch die Vertragsqualität). Diese Faktoren sind gekoppelt: Parallelität verbessert die Kosteneffizienz bei gleichbleibender Genauigkeit nur dann, wenn die Aufteilung der Arbeit sauber ist. Wird die Breite erhöht, ohne dass die Verträge sauber sind, verschlechtert sich die Genauigkeit, und Konflikte nehmen sprunghaft zu.

Das architektonische Prinzip ist scharf gefasst: „Kontrollfluss ist Code, Urteilsvermögen sind Modelle“. Williams weigert sich, Scheduling-Entscheidungen an Frontier-Modelle zu delegieren; deterministische Skripte übernehmen die Orchestrierung, Modelle kommen nur dort zum Einsatz, wo tatsächlich Urteilsvermögen gefragt ist. Das System ist in vier spezialisierte Spuren gegliedert: einen Contract Desk (Frontier-Modell), der Verträge entwirft, einen Builder Pool mit einem einzigen Schreibzugriff pro Partition (nur ein Agent schreibt in eine gegebene Partition), einen gemeinsam genutzten Prosecution Pool mit frischen Kontexten und eine sequenzielle Integrator-Spur.

Das Model-Tier-Routing folgt drei Prinzipien: Schienendichte (rail density) — je dichter die Testabdeckung und die deterministischen Prüfungen, desto niedriger kann die Stufe angesetzt werden —, die Eskalationsleiter (bei einem Fehlschlag wird auf einer höheren Stufe neu generiert) und der DAG-Spielraum (DAG float) (die Analyse des kritischen Pfads entscheidet, ob die Leiter erklommen oder direkt zu einer höheren Stufe gesprungen wird, um den kritischen Pfad nicht zu verzögern).

Für die Durchlaufzeit identifiziert Williams vier Signale, die Merge-Konflikte vorhersagen, bevor die Arbeit überhaupt beginnt: Überschneidung des Dateibereichs (file scope overlap), Radius im Import-Graphen, historische Co-Change-Kopplung und Namespace-Kollisionen. Die durch diese Prognose zertifizierte Breite liegt typischerweise zwischen drei und fünf Agenten — darüber hebt das Kollisionsrisiko den Gewinn wieder auf.

Schließlich Genauigkeit ohne Introspektion: Anstatt einem Modell Klärungsfragen zu stellen (unzuverlässig), werden günstige Agenten in der Fläche eingesetzt, um mehrere Interpretationen der Anfrage zu erzeugen. Konvergieren die N Agenten, ist die Anfrage nachweislich eindeutig; divergieren sie, wird die Mehrdeutigkeit messbar und handhabbar. Williams schließt mit Praktiken aus dem Feld: Berechtigungen im Vorfeld bündeln (Batching), In-Flight-Validatoren von Prosecution-Gates unterscheiden, Work-Stealing-Queues statischen Zuweisungen vorziehen und eine strikte Merge-Reihenfolge einhalten — zuerst das Fundament, dann gemeinsame Pakete, dann die Anwendungen.