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SDLC
SDLC — Methodik. Kategorie: Klassischer sechsstufiger Zyklus, aus dem der Artikel die AI-native Variante ableitet · Definition: Software Development Life Cycle: genormter Rahmen (ISO/IEC/IEEE 12207) für die Softwareproduktion — Anforderungen, Entwurf, Entwicklung, Tests/QA, Deployment, Wartung; Ziel „Software korrekt und zuverlässig zu bauen"; DORA-Metriken · Phasen: Definieren → Bauen → Prüfen → Bereitstellen → Warten (invariant) · Status_2026: In vollständiger Neuaufstellung (menschlich + organisatorisch) · Integrationszonen: vorgelagert, Mitte, nachgelagert
ISO/IEC/IEEE 12207 legt den SDLC als sechs Phasen fest: Anforderungen, Design, Entwicklung, Test und QA, Deployment, Wartung, gemessen an DORA-Metriken, mit einem erklärten Zweck: Software korrekt und zuverlässig zu bauen. SFEIR weist darauf hin, was dieser Zweck ausklammert. Gelesen im Licht von Marty Cagans Four Big Risks deckt der SDLC von Natur aus nur die technische Machbarkeit ab, ein Risiko von vieren; Wert, Nutzbarkeit und geschäftliche Tragfähigkeit liegen im PDLC, das ihn umschließt.
Zwischen Mai und August 2026 dreht sich die Auseinandersetzung um den Ausführungsmodus, nicht um die Abfolge. Olivier Rafal (WeNvision) vertritt die Position, dass Definieren, Bauen, Verifizieren, Deployen und Warten identisch bleiben und dass KI keine Phase abschafft, sondern jede intensiviert. Louis Claxton vom Applied-AI-Team von Anthropic behält die sechs Phasen bei und macht daraus eine Schleife, durchzogen von committeten Artefakten (`intent.md`, `spec.md`, `plan.md`), mit Skills als beratenden Kontrollen und Hooks als der deterministischen Schicht, die blockiert. Jason Clinton, Anthropics Deputy CISO, beschreibt die Absicherung eines Lebenszyklus, in dem Claude rund 80% des gemergten Codes schreibt.
Chris Williams bricht mit all dem. Der SDLC wurde über Jahrzehnte geformt, um menschlichen Fehlermodi entgegenzuwirken, Ego, Ermüdung, Vergessen, weshalb es ein Kategorienfehler sei, ihn auf Modellen laufen zu lassen; sein ADLC ist als Gegenentwurf dazu gebaut. Die Übrigen gehen stattdessen eigene Wege: SFEIRs Zyklus mit 11 Phasen, Wescales Usine Logicielle Augmentée, Thoughtworks' AI/works™, Klaassens Compound Engineering. Ob es sich dabei um Varianten desselben Zyklus handelt oder um seine Ablösung, ist die Frage, die keiner von ihnen klärt.
- Typ
- Methodik
- Kategorie
- Klassischer sechsstufiger Zyklus, aus dem der Artikel die AI-native Variante ableitet
- Definition
- Software Development Life Cycle: genormter Rahmen (ISO/IEC/IEEE 12207) für die Softwareproduktion — Anforderungen, Entwurf, Entwicklung, Tests/QA, Deployment, Wartung; Ziel „Software korrekt und zuverlässig zu bauen"; DORA-Metriken
- Phasen
- Definieren → Bauen → Prüfen → Bereitstellen → Warten (invariant)
- Status_2026
- In vollständiger Neuaufstellung (menschlich + organisatorisch)
- Integrationszonen
- vorgelagert, Mitte, nachgelagert
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