NLW, Moderator des Podcasts „AI Daily Brief“, präsentiert einen Statusbericht zur KI-Einführung in Unternehmen und will damit dem medialen Narrativ einer „KI-Blase“ (bevorstehendes Platzen) mit konkreten Daten entgegentreten. Er stützt sich auf externe Berichte (KPMG, Deloitte) und vor allem auf eine exklusive Umfrage unter seinem Publikum (über 1000 Unternehmen, 3500 Anwendungsfälle).
Die Zahlen zeigen eine Beschleunigung: 90 % der Unternehmen planen, ihr KI-Budget zu erhöhen. 2025 markiert den Übergang der Agenten von der Theorie zur Praxis, wobei 42 % der Großunternehmen angeben, Agenten im Produktivbetrieb zu haben (gegenüber 11 % Anfang 2024). Allerdings zeichnet sich eine „Bifurkation“ zwischen Vorreitern, die KI systemisch einsetzen, um neue Umsätze zu generieren, und Nachzüglern ab, die in Pilotprojekten steckenbleiben, die sich ausschließlich auf Kostensenkung konzentrieren.
NLWs ROI-Umfrage zeigt, dass 82 % der Befragten bereits einen positiven Return on Investment beobachten (darunter 38 %, die einen hohen ROI angeben). Der häufigste Anwendungsfall bleibt die Zeitersparnis (etwa 5 Stunden pro Woche), was auf Jahresbasis erheblich ist (7 bis 10 Arbeitswochen zurückgewonnen).
Eine genauere Analyse zeigt jedoch, dass C-Suite-Führungskräfte und sehr kleine Unternehmen (1-50 Mitarbeitende) eher „transformative“ Ergebnisse (neue Fähigkeiten, gesteigerter Output) anstreben und erzielen als mittlere Führungsebenen, die häufig auf Effizienzgewinne beschränkt bleiben. Eine überraschende Erkenntnis: Obwohl „Risikominderung“ selten als primäres Ziel genannt wird (3,4 %), ist sie die Kategorie, die am häufigsten transformative Wirkung erzeugt (25 % der Fälle), insbesondere in Compliance- und Back-Office-Funktionen, die mit Datenvolumen überlastet sind.
Zusammenfassend befindet sich der Markt, weit entfernt von einer Blase, in einer Phase der Konkretisierung, in der agentische Automatisierung beginnt, einfache Assistenten zu übertreffen, was den Optimismus der Investoren für das kommende Jahr bestätigt.