Ankündigung von Meta AI Research am 5. August 2026: Muse Code in der Beta-Phase, ein Terminal-Coding-Agent, sowie Muse Spark 1.2, das dahinterstehende Modell. Meta selbst rahmt den Launch — "our next step toward the frontier, with larger and much more capable models on the way".
Auf der Harness-Seite drei Entscheidungen. Asynchrone Hintergrund-Agenten, die "remain active throughout each session, rather than being spawned for individual tasks", wodurch redundante Informationsbeschaffung vermieden wird und sie eigenständig entscheiden, wann sie sich beim Haupt-Agenten zurückmelden. Ein lokales Event-Log, das jeden Modellaufruf, Tool-Lauf, jede Genehmigung und Bearbeitung erfasst, wodurch die Laufzeitumgebung "replay-exact and restart-safe" wird: Nach einem Absturz setzt der Agent exakt dort fort, wo er aufgehört hat. Sowie drei standardmäßig mitgelieferte Skills: /plan (ein zur Genehmigung vorgelegter Plan), /grill (stresstestet den Plan, bis er standhält) und /goal.
Auf der Modellseite beansprucht Meta ein gemeinsames Training mit der Harness "to maximize harness compatibility", ein Long-Horizon-Training (ganzes Repository, End-to-End-Projekte, Self-Research, Context Compaction) sowie eine Selbstverbesserungsschleife, in der Version 1.1 die Umgebungen generiert und die Lösungen bewertet, wodurch der Trainingsdatensatz für 1.2 entsteht.
Die zentrale Tatsache dieser Ankündigung steht nirgends im Text. Die vier veröffentlichten Vergleiche existieren nur als Bilder und platzieren Muse Spark 1.2 in allen vier Fällen hinter Opus 5: 82,9 % vs. 86,7 % bei Terminal-Bench 2.1, 59,3 % vs. 65,0 % bei DeepSWE 1.1, 70,6 % vs. 79,4 % bei Metas eigenem internem Benchmark, sowie +68,7 % vs. +74,0 % bei der Fallstudie zur GPU-Kernel-Optimierung, wo das Modell Vierter von sechs wird, hinter GPT 5.6 Sol und hinter Anthropics vorheriger Generation.
Und der eigentliche Zugewinn des Modells fällt geringer aus, als es scheint. Bei den beiden öffentlichen Benchmarks wird Version 1.1 mit mini-swe-agent bewertet und 1.2 mit Muse Code: Die Differenz von 6,7 Punkten vermengt Modell und Harness. Beim internen Benchmark, dem einzigen Vergleich ohne Angabe einer Harness, sinkt sie auf 2,3 Punkte.
Die Ankündigung steht damit vor allem als empirische Bestätigung einer bereits formulierten These: Der Wert verschiebt sich in Richtung Harness, und eine mit den eigenen Gewichten gemeinsam trainierte Harness macht diese Gewichte umso weniger austauschbar.